Kinder und Depression

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Depressionen bei Kindern

Dieser Artikel ist sowohl an Eltern als auch an ihre Kinder gerichtet. In vielen Fällen werden Depressionen in Kindern fehldiagnostiziert.

  • Wir warnen an dieser Stelle alle Eltern und Kinder davor, zu versuchen Depressionen selbst zu behandeln, anhand der Informationen die Sie hier finden. Depressionen sollten nur von Profis diagnostiziert und behandelt werden. Der Einblick, den Sie hier finden, hilft Ihnen hoffentlich mit Ihrem Kind besser darüber reden zu können, was in seinem Leben tatsächlich vorgeht. Depressionen sind nichts, wofür man sich schämen muss, weil viele Menschen davon betroffen sind.

Eltern. Es ist wichtig sich Zeit zu nehmen und jeden Tag mit Ihren Kindern zu sprechen. Wenn Ihr Kind Ihnen etwas zu sagen hat, sagen Sie ihm nicht, dass Sie gerade zu beschäftigt sind. Einige Kinder haben Depressionen, weil keiner Zeit hat um mit ihnen zu sprechen. Es fühlt sich deshalb für sie so an, als wären sie es nicht wert wahrgenommen zu werden und fühlen sich deshalb nach außen hin unsichtbar. Diese Gedanken führen leider oft zum Selbstmord. WOLLEN SIE, DASS IHR KIND STIRBT? Natürlich wollen Sie das nicht! Einige Minuten Ihrer Zeit, jeden Tag, MACHEN den Unterschied.

Kinder. Es ist wichtig, dass ihr jeden Tag mit euren Eltern sprecht. Wenn sie keine Zeit haben, dann sagt ihnen, dass es wichtig für euch ist und dass ihr die Zeit braucht. Wenn ihr Gefühle habt, die ihr nicht versteht, erzählt euren Eltern davon. Es ist auch so, dass viele der Dinge die ihr fühlt, sich weiter verändern wenn ihr älter werdet. Es gibt Chemikalien in eurem Körper, die Hormone. Diese Hormone werden manchmal Verwirrung in eurem Körper oder euren Gedanken stiften. Eure Eltern haben die gleichen Veränderungen mitgemacht und können verstehen was da gerade mit euch passiert. Sie können und werden euch helfen, wenn ihr sie darum bittet.

 

Ein Überblick über Depressionen

Eine depressive Verhaltensstörung ist eine Krankheit die sich auf Körper, Stimmung und Gedanken auswirkt. Es beeinflusst die Art, wie eine Person isst und schläft, sich jemand fühlt und wie jemand über Dinge denkt. Depressionen sind nicht das gleiche wie vorübergehende Traurigkeit oder Melancholie. Es ist kein Zeichen von persönlicher Schwäche oder ein Zustand, der weg gewünscht oder aufgegeben werden kann. Menschen mit Depressionen können sich nicht einfach „zusammen reißen“ und gesund werden. Ohne Behandlung, können die Symptome Wochen, Monate oder Jahre anhalten. Eine angemessene Behandlung allerdings, kann den meisten Patienten, die an Depressionen leiden, helfen.

Starke Depressionen zeichnen sich durch eine Kombination von Symptomen aus, die Fähigkeiten wie arbeiten, lernen, schlafen, essen oder einst vergnügliche Aktivitäten zu genießen, beeinflussen. Eine solche vollständig einschränkende Episode kann eventuell nur einmal vorkommen, wahrscheinlicher ist es aber, dass es einige Male, auf die gesamte Lebenszeit gesehen, dazukommt. Ein weniger schwerwiegender Typ der Depression, die Dysthymia, ist eine langfristige Form, welche chronische Symptome zeigt, dabei aber nicht vollständig einschränken. Allerdings hindert sie den Betroffenen daran, sich gut zu fühlen oder richtig zu „funktionieren“. Viele Leute mit Dysthymia erleben auch starke depressive Episoden in ihrem Leben.

 

Teenager und Depressionen: Aufräumen mit dem Mythen

Teenager und Erwachsene haben ein Problem gemeinsam: Sie erkennen oft die Symptome von Depressionen nicht. Weder bei sich selbst noch bei andern Menschen. Weiter verkompliziert wird das Problem durch Mythen über Depressionen, welche Menschen von eine effektiven Behandlung fern halten können. Einige der häufigsten Mythen sind hier für Sie aufgeführt:

Mythos: Es ist normal für Teenager launisch zu sein – Teenager leiden nicht an „echten“ Depressionen.

Wahrheit: Depressionen können Menschen jedes Alters betreffen, jeder Rasse, jeder Ethnie und jeder Gesellschaftsgruppe.

 

Mythos: Teenager die behaupten sie hätten Depressionen, sind schwach und müssen sich nur zusammen reißen. Es gibt nichts was jemand tun könnte um zu helfen.

Wahrheit: Depression ist keine Schwäche, allerdings eine gesundheitliche Störung. Junge Menschen und Erwachsene brauchen beide professionelle Hilfe und Behandlung. Ein ausgebildeter Therapeut oder Berater kann helfen positiver über sich selbst zu denken, Verhalten zu ändern, mit Problemen fertig zu werden oder besser mit Beziehungen umzugehen. Ein Psychologe kann Medikamente verschreiben, die die Symptome der Depressionen lindern. Für viele Leute ist eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten hilfreich.

 

Mythos: Über Depressionen zu sprechen macht es nur schlimmer.

Wahrheit: Über Gefühle zu sprechen, kann einem Freund helfen zu erkennen, dass professionelle Hilfe von Nöten ist. Durch Zeigen von Freundschaft und Sorge und durch kritiklose Unterstützung, kann so dazu ermutigen, mit einem anderen vertrauten Erwachsenen über eine professionelle Behandlung zu sprechen. Wenn dein Freund sich weigert jemanden um Hilfe zu bitten, sprich mit einem Erwachsenen – Das ist das, was ein wahrer Freund tun würde.

 

Depression erkennen

Eine Depression ist nichts, aus dem man einfach herausspringen kann und sich sofort besser fühlt; es ist eine ernstzunehmende Krankheit, die behandelt werden muss. Es ist nicht deine Schuld, dass du depressiv bist und du kannst wieder gesund werden. Es gibt viele Anzeichen einer Depression, die ein Problem andeuten. Solltest du eines dieser Zeichen wiedererkennen und sollte es länger als 2 Wochen anhalten, geh zu deinem Hausarzt und hol dir Hilfe.

  • Ein Gefühl von Leere, Trauer und Angst
  • Müdigkeit, keine Energie
  • Ein Gefühl von Unruhe und die meisten Zeit sehr reizbar
  • Häufigeres Weinen als normal
  • Ein Gefühl von Wertlosigkeit, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Schuld
  • Kein Interesse und keine Freude am Leben
  • Probleme beim Schlafen und frühem Aufstehen
  • Gedanken an Selbstmord und Tod
  • Probleme beim Konzentrieren, Erinnern und Entscheidungen treffen
  • Körperliche Beschwerden, die auch mit Medikamenten nicht besser werden. Zum Beispiel Kopfschmerzen, Magenbeschwerden oder Schmerzen im Körper.

 

 

Checkliste zur Selbsteinschätzung von Depression

Jeder empfindet die Symptome von Depressionen ein wenig anders, allerdings haben Profis des Gesundheitswesens die häufigsten emotionalen und körperlichen Symptome von Depressionen identifiziert.

Füllen Sie die folgende Checkliste aus und drucken Sie sie anschließen aus. Benutzen Sie Ihre Antworten um mit Ihrem Arzt über Ihre Gefühle zu sprechen. Nur Ihr Arzt oder Therapeut kann eine einwandfreie Diagnose stellen.

Diese Checkliste wurde von Depressions-Experten der Universität in Michigan entwickelt.

 

Depression Checkliste

Kreuzen Sie alles an, was auf Sie zutrifft.

  • Ich bin oft unruhig und reizbar.
  • Ich hab keinen Spaß mehr an Hobbys, Freizeitaktivitäten oder Zeit mit Freunden oder Familie.
  • Ich habe Probleme damit meine chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Hypertension zu regeln.
  • Ich habe nagende oder bohrende Schmerzen, welche nicht besser werden egal was ich tue.

 

Mein Schlafrhythmus ist unregelmäßig:

  • Ich schlafe zu viel.
  • Ich schlafe zu wenig.

Ich hab oft…:

  • Verdauungsprobleme
  • Kopf- oder Rückenschmerzen
  • Verschwommene Schmerzen (z.B.: Gelenke oder Muskeln)
  • Schmerzen in der Brust
  • Schwindel

Sonstiges:

  • Ich habe Probleme mich zu konzentrieren oder einfache Entscheidungen zu treffen.
  • Leute haben mich in letzter Zeit auf meine Laune oder Einstellung angesprochen.
  • Mein Gewicht hat sich deutlich verändert.
  • Ich habe das Gefühl, dass mein alltägliches Leben (Arbeit und Interaktion mit Freunde und Familie) under diesen Problemen leidet.
  • Ich litt unter mehreren der oben angekreuzten Probleme für mehr als 2 Wochen.
  • Depression hat eine Geschichte in meiner Familie.
  • Ich habe über Selbstmord nachgedacht.

 

Disclaimer: A-Better-Child.org empfiehlt immer einen professionellen Arzt um Depressionen, bipolare Störungen und alle Stress- oder Angstprobleme zu behandeln. Wir sind nicht dafür verantwortlich, welchen Nutzen oder Behandlung aus den Informationen dieser Seite hervorgehen. Diese Informationen sind dazu gedacht Eltern und Kindern zu helfen sich von ihrem Arzt helfen zu lassen.

Mehr Infos:

http://www.netdoktor.de/krankheiten/depression/depressionen-bei-kindern-und-jugendliche/

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