Kindersicherheit online – Kinder im Internet schützen

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Kindersicherheit im Internet - Mädchen benutzt nutzt Laptop

Internet Kriminelle: Wie Sie Ihre Teenager schützen.

Keine Eltern denken gerne über die Gefahren nach, die einem Teenager im Internet gegenüber stehen. Internet-Kriminelle, online Mobbing und Konsequenzen, die folgen, wenn unangebrachte Texte oder Bilder auf „Sozial Media“-Seiten gepostet wurden, sind ein Teil der Probleme, denen Teenagern täglich gegenüber stehen. Das Internet ist mittlerweile zu einem wichtigen Werkzeug geworden und Sie wollen Ihrem Kind natürlich all diese Möglichkeiten nicht vorenthalten. Des Weiteren wollen Sie natürlich die Privatsphäre und das Vertrauen ihres Kindes nicht verletzen, allerdings sind einige Vorsichtsmaßnahmen nötig, um ihr Kind online zu schützen. Hier informieren wir Sie über ein Modell, welches ihrem Kind alles bietet um sicher zu sein.

 

Wie Sie ihr Kind über Sicherheit im Internet aufklären

Führen Sie ein Gespräch

Kommunikation ist der Schlüssel. Reden Sie mit Ihrem Kind über Sicherheit im Internet und tun Sie dies oft. Je mehr sie darüber wissen, wie man sicher im Internet ist und was zu tun ist, wenn es ein Problem gibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie riskante Situationen meiden und zu Ihnen oder einem anderen Erwachsenen, der ihr Vertrauen genießt, kommen, wenn es einmal ein Problem geben sollte.

Kinder müssen oft daran erinnert werden, obwohl sich das Internet anonym anfühlt, es Konsequenzen für ihr Verhalten gibt. Sie sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein, aber auch die Taten anderer online konstant in Frage stellen. Es gibt böse Menschen im Internet; Cyberbullies, Hacker, Betrüger und Kriminelle, welche alle Böses im Sinn haben. Sich darüber im Klaren zu sein, kann ihrem Kind schon helfen sich von diesen Personen fern zu halten.

 

Stellen Sie Grundregeln auf

Heutzutage beginnen Kinder im Alter von 5 oder 6 damit den Computer zu nutzen. Das kann es oft schwer für Eltern machen die Internetnutzung zu regeln. Es kann schwer sein die PC-Nutzung, bzw. Internet-Nutzung und Smartphone-Nutzung zu überwachen, obwohl diese Geräte eine Hilfe für Sie sein können, wenn Sie denken, dass ihr Kind in Gefahr ist. Egal wie schwer es ist, diese Regeln einzuführen und durchzusetzen, es ist enorm wichtig für Kinder einen strukturierten Plan zu haben um sie zu schützen. Sie müssen verstehen, dass Technik ein Privileg und kein Recht ist, vor allem wenn Sie derjenige sind, der für das Handy, Laptop und Internet ihres Kindes bezahlt.

 

Hier sind einige Regeln, um ihre Kinder online zu schützen:

  • Teile nie persönliche Informationen mit jemandem online. Teile nie Informationen online, die du auch öffentlich draußen mit jemandem besprechen würdest.
  • Grenzen Sie die Zeit für Computer, Internet, Handy, Fernsehen oder Videospiele ein. Früh erlerntes gutes Verhalten mit technischen Geräten trägt nicht nur zum Schutz bei, sondern wird auch meist als Erwachsener weitergeführt.
  • Wenn dir jemand online ein schlechtes Gefühl gibt, blocke diese Person, melde das Geschehen der Internetseite, speichere einen Screenshot von dem Vorfall ab und sag einem Erwachsenem Bescheid.
  • Befolgen Sie die Altershinweise der Sozialen Medien (diese existieren nicht ohne Grund) und passen Sie die Privatsphäre-Einstellungen so an, dass nur Freunde die Seite sehen können.
  • Vermeide Chatrooms oder verwende zumindest nur öffentliche Chatrooms. Niemals private Chatrooms mit Fremden.
  • Antworte nie auf E-Mails oder Nachrichten von Fremden.

 

Helfen Sie ihrem Kind andere Ansprechpartner zu finden

Selbst mit der besten Beziehung zu ihrem Kind, selbst wenn sie über alles offen sprechen, gibt es keine Garantie dafür, dass ihr Kind Ihnen alles erzählt oder zu Ihnen kommt, wenn es ein Problem hat. Ihr Kind versteht mit Sicherheit, dass es mit jedem Problem zu Ihnen kommen kann und Sie ihm dabei helfen werden. Trotzdem ist es wahrscheinlicher, dass es mit einem Freund darüber spricht oder versucht das Problem selbst zu lösen.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt oder Ihr Kind nicht mit Ihnen darüber sprechen möchte, dann stellen Sie sicher, dass Ihr Kind einen andern Ansprechpartner hat, zu dem es gehen kann. Das kann unter Umständen auch heißen, dass es mit dem Beratungslehrer reden sollte oder sie gemeinsam einen Kinderpsychologen aufsuchen sollten. Sie könnten auch helfen eine Sicherheitskampagne in der Schule aufzubauen, sollte dort noch keine geplant sein.

Bevor Ihre Kinder loslegen und die neu geöffnete Welt des Internets erkunden, ist es eine gute Idee, alle auf den gleichen Stand zu bringen. Dazu gehört vor allem, was man tun darf und was man unter keinen Umständen tun darf. Eine Idee hierbei ist es, sich hinzusetzen und gemeinsam einen Familien-Verhaltenskodex aufzusetzen, dem alle zustimmen müssen. Hierbei können Sie unterschiedliche Varianten für die Nutzung des Internets erstellen, passend für das jeweilige Alter Ihrer Kinder. Im Anschluss unterzeichnet jeder seinen Vertrag um zu zeigen, dass er die Regeln verstanden hat und sich an sie hält, wenn er das Internet nutzt.

Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel für einen solchen Verhaltenskodex, um ihn für jedes Ihrer Kinder zu nutzen. Sie dürfen ihn gerne kopieren, an Ihre familieninternen Bedürfnisse anpassen und ausdrucken. Sobald alle Verträge ausgedruckt, ausgefüllt und unterschrieben sind, können Sie einmal darüber nachdenken, sie neben jeden Computer im Haus zu hängen um stets an die Regeln zu erinnern, wenn der Computer gerade benutzt wird.

Wir bitten alle Eltern diesen kostenlosen Verhaltenskodex auszudrucken und die Lücken auszufüllen. Danach unterschreiben Sie und Ihr Kind selbigen. Sie können ihn auch zweimal ausdrucken, damit sowohl Ihr Kind als auch Sie selbst eine Kopie des Vertrages besitzen.

 

Verhaltenskodex für die Internetnutzung

  1. Ich werde mit meinen Eltern reden um die Regeln für die Internetnutzung zu lernen. Darunter: Auf welche Seiten ich gehen darf, was ich machen darf, wann ich online gehen darf und für wie lange ich online gehen darf. (________Minuten /________Stunden).
  2. Ich werde keine sexuellen Seiten oder anderweitig unangebrachte Seiten bzw. Chaträumen besuchen. Ich stimme zu, dass meine Konversationen in Chaträumen überwacht werden.
  3. Ich werde keine persönliche Informationen weitergeben, wie zum Beispiel meine Adresse, Telefonnummer, die Arbeitsadresse oder Telefonnummer meiner Eltern, Kreditkartennummer oder auf welche Schule ich gehe, ohne dass meine Eltern zugestimmt haben.
  4. Ich werde meinen Eltern sofort mitteilen, wenn ich etwas im Internet sehe oder erhalte, das mir ein komisches Gefühl gibt, mich bedroht oder gefährlich wirkt. Dies schließt E-Mails, Internetseiten oder Nachrichten auf einer Internetseite ein, selbst wenn sie von einem Freund stammen.
  5. Ich werde selbstständig alle E-Mails löschen, von Personen, welche ich nicht kenne.
  6. Ich werde nie einem Treffen oder Telefonat zustimmen mit jemandem, den ich online getroffen habe, ohne vorher meine Eltern um Erlaubnis zu fragen. Ich stimme zu, dabei begleitet zu werden.
  7. Ich werde auf keine Nachrichten antworten, die bei mir ein komisches Gefühl erzeugen und werde diese Nachrichten sofort meinen Eltern zeigen.
  8. Ich werde keine Bilder von mir oder anderen Familienmitglieder über das Internet versenden.
  9. Ich werde keine Bilder von anderen runter laden ohne vorher meine Eltern um Erlaubnis zu fragen.
  10. Ich werde keine Internetseite erstellen ohne vorher meine Eltern um Erlaubnis zu fragen. Ich stimme zu, dass alles was ich posten will, überwacht wird.
  11. Ich werde keinem meine Internet Passwörter verraten, außer meinen Eltern (nicht einmal meinem besten Freund).
  12. Ich werde mich online immer nett verhalten und nichts tun, das andere Leute wütend machen kann, ihre Gefühle verletzten kann oder gegen das Gesetz ist.
  13. Ich werde keine online Umfragen ausfüllen oder mich auf Internetseiten registrieren, ohne vorher meine Eltern um Erlaubnis zu fragen.
  14. Ich werde nichts herunterladen, installieren oder kopieren, ohne vorher die benötigte Erlaubnis einzuholen.
  15. Ich werde nichts im Internet tun, das Geld kostet ohne vorher meine Eltern um Erlaubnis zu fragen.
  16. Ich werde meinen Eltern helfen zu verstehen, wie man online Spaß haben und lernen kann. Ich werde ihnen Dinge am Computer, im Internet und anderen technischen Geräten erklären.
  17. Ich werde meinen Eltern alle meine Chatnamen und Internet-Login-Daten aufschreiben:
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  18. Ich werde alle Regeln diese Vertrags befolgen, während ich an einem Computer, egal wo, sitze.

 

Ich stimme allen oben aufgeschriebenen Regeln zu. Ich verstehe, dass wenn ich auch nur eine Regel breche, ich meine Internet-Privilegien verliere und mit anderen Konsequenzen zu rechnen hab.

 

Weiterführende Quellen:

http://www.sicher-online-gehen.de/

https://www.schau-hin.info/medien/internet/wissenswertes/kinder-internet.html

http://www.klicksafe.de/

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