Mein Kind ist schwanger – frühe Schwangerschaften

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Teenager ist schwanger und nicht bereit

„Mama, Papa, ich bin schwanger.“

Wenn Eltern die Worte „Ich bin schwanger“ aus dem Mund Ihrer Teenagerin hören, wissen Sie meist nicht, was Sie tun sollen. Sie reagieren emotional, nicht logisch und das Ergebnis dieser Diskussionen endet meist damit, dass sich die Teenager alleine gelassen fühlen, ohne Eltern oder andere Familienmitglieder.

Ihre erste Reaktion

Was sollen Sie tun, wenn Ihr Teenager Ihnen mitteilt, dass sie ein Kind bekommen?

Das Allerwichtigste in dieser Situation ist es, einen kühlen Kopf zu bewahren und ruhig zu bleiben. Eltern werden feststellen, dass ihre Kinder wahrscheinlich ängstlich und mit der Situation überfordert sein werden und deshalb Hilfe und Rat bei Mama und Papa suchen werden, rät Tracy Underwood, eine licensierte Psychologin am Childrens’s Medical Center of Dallas.

„Ich hätte es besser gefunden, wenn meine Eltern uns einfach ins Gesicht gesagt hätten, was sie damit gemeint haben….es war nicht besonders hilfreich uns stundenlange Vorträge zu halten,“ hat ein Teenager der National Campaign to Prevent Teen Pregnancy erzählt. Wenn das alles nichts hilft, bitten Sie Ihren Sohn bzw. Ihre Tochter um ein wenig Zeit um den Schock zu verdauen und reden dann mit ihnen.

Wenn Sie mit Ihrem Teenager reden, seien Sie ehrlich mit Ihren Gefühlen. Es bringt keinem etwas sie zu bestrafen oder zu belehren; das Kind ist ja bereits auf dem Weg. Was allerdings nicht heißen soll, dass Sie Ihrem Kind nicht mitteilen sollen oder dürfen, wie enttäuscht Sie von ihrem Verhalten sind. Eine unterstützende Haltung gegenüber Ihrem Kind, heißt ebenfalls nicht, dass Sie glücklich über die Situation sein sollen oder vorgeben es zu sein. Es heißt lediglich, dass Sie ihnen beistehen und ihnen durch diese schwere Zeit helfen.

Mit Ihrem Teenager reden

Da sich Ihr Kind nun in einer Erwachsenen-Situation befindet, sollten Sie es nun auch als einen Erwachsenen behandeln. Wenn Sie mit Ihrem Kind sprechen, sagen Sie ihm, welche Gefühle diese Situation bei Ihnen auslöst und warum Sie diese Gefühle hegen. Zwingen Sie Ihren Teenager nicht zu einer Entscheidung, erklären Sie stattdessen lieber die Gründe dafür, warum Sie diese Entscheidung fällen würden. Es kann sein, dass sie eine andere Wahl treffen, aber es ist wahrscheinlicher, dass Sie Ihrem Rat folgen, wenn es tatsächlich ein Rat war, anstatt einer Anweisung.

Es gibt einige Dinge, die Sie mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter besprechen sollten, Sachen wie die finanzielle Situation, Verantwortung, aber auch Abtreibung, Adoption und das Eltern-sein. Und auch welche Rolle Sie dabei spielen. Sagen Sie Ihrem Kind was Sie von jeder dieser ihnen zur Verfügung stehenden Option halten, warum Sie so darüber denken und welche Ihr Kind Ihrer Meinung nach wählen sollte. Bieten Sie gleichzeitig an, gemeinsam mit ihnen diese Optionen genauer anzuschauen, damit sie eine durchdachte Entscheidung treffen können.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die finanzielle Situation. Und seien Sie dabei offen. Wird Ihre Versicherung für die medizinischen Kosten aufkommen? Wer wird für weitere eventuell anfallende Kosten aufkommen? Welche Rolle spielt der andere Teenager in Sachen Finanzen? Ob sich beide dazu entscheiden das Kind zu behalten oder nicht, Sie sollten darauf gefasst sein, dass von überall Kosten anfallen werden, die bezahlt werden wollen. Hauptsächlich medizinische und Beratungskosten.

„Es muss ein Plan gemacht werden“

erklärt Underwood. „Auf diesem Plan sollte, unter anderem der Punkt einen Arzt zu finden, stehen. Vorzugsweise einen, der mit jungen Müttern arbeitet.“

Erklären Sie Ihrem Teenager, was Sie tun können und werden um ihm zu helfen. Nicht alle Eltern wollen oder können dabei die gleiche Rolle einnehmen. Einige sind der Meinung, ihr Kind soll nun mit diese Verantwortung leben, andere versuchen dabei Ihr Kind noch so lang wie möglich zu beschützen. Ihre Optionen reichen hierbei von Adoption des Kindes, Ihr Kind und das Baby bei Ihnen wohnen zu lassen, Ihr Kind Miete zahlen zu lassen oder auch einfach ein Halbtags- oder Vollzeit-Babysitter zu sein. Ihre Moral und andere eher materielle Probleme – Zum Beispiel Geld oder Platz – können hierbei Ihre Entscheidung beeinflussen.

Sagen Sie Ihrem Kind was Sie bereit sind zu tun und warum Sie bereit dazu sind. Sprechen Sie dann mit ihnen darüber, was noch zu tun ist. Aber bedenken Sie immer: Es sind Kinder in einer Erwachsenen-Situation. Bieten Sie Ihre Hilfe an, bei der Wohnungssuche, beim Einkaufen und allen anderen Dingen, bei denen sie Ihre Hilfe benötigen könnten.

Was Sie nicht tun sollten

  • Werfen Sie ihnen nicht vor dumm oder leichtsinnig zu sein – Das führt nur zu Wut und Feinseligkeit.
  • Zwingen Sie sie nicht dazu Ihren Entscheidungen zu folgen. Sie könnten Ihren Ratschlag missachten und eventuell reden sie nicht mehr mit Ihnen, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Nehmen Sie es nicht zu locker auf. Sie müssen spüren, dass es Ihnen wichtig genug ist, um enttäuscht zu sein.
  • Werfen Sie sie nicht raus. Statistiken über Teenagereltern, die auf der Straße leben, sehen düster aus. Sie würden diese Entscheidung später bereuen.
  • Helfen Sie ihren Kindern sowohl mit Zuspruch, als auch mit materieller Hilfe.
  • Bleiben Sie ruhig. Was geschehen ist, ist geschehen. Machen Sie weiter und machen das Beste aus der Situation.

„Eltern müssen eine leitende Kraft für ihr Kind sein. Denken Sie daran, sie sind immer noch Kinder.“

Informieren Sie sich selbst über das Thema Teenager Schwangerschaft und alle Möglichkeiten, die damit zusammenhängen. Bevor Sie sich für Abtreibung entscheiden, schauen Sie sich die Vorteile und Nachteile der Entscheidung genau an. Sprechen Sie mit beiden, einem Arzt und einer Organisation gegen Abtreibung. Nehmen Sie Ihre Teenager mit zu einem Anwalt. Vielleicht finden Sie sogar eine Möglichkeit, dass Ihre Teenager mit anderen sprechen können, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Versuchen Sie ein Treffen mit anderen Teeangern, die sich entschieden haben das Kind zu behalten, zu organisieren, um herauszufinden, was sie zu dem Thema zu sagen haben. Das Internet eignet sich dabei hervorragend um Informationen für alle drei Optionen zu finden.

Versuchen Sie unvoreingenommen zu bleiben, während Sie sich über das Thema informieren. Lernen Sie so viel wie möglich und teilen Sie diese Informationen mit Ihrem Teenager. Es folgen 9 Monate Schwangerschaft, in welchen eine endgültige Entscheidung getroffen werden sollte. Stellen Sie also sicher, dass Ihr Kind zu einer durchdachten Entscheidung angeregt haben und alle auf die bevorstehenden Konsequenzen ausreichend vorbereitet sind, die mit jener Entscheidung einhergehen. Aber denken Sie immer daran: Es ist deren Entscheidung und es kann sein, dass es nichts gibt, dass Sie tun können um sie umzustimmen.

Besonders wichtig: Lassen Sie sich beraten. Vereinbaren Sie zusammen mit Ihrem Ehepartner einen Termin bei einem Profi. Sollten Sie andere Kinder haben, binden Sie diese mit ein. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind einen Berater aufsucht, der mit ihm über die emotionalen Probleme spricht, die eine Teenager Schwangerschaft mit sich bringt. Ermutigen Sie auch den anderen Teenager und dessen Familie einen Berater aufzusuchen oder lassen Sie sie an einer Ihrer Sitzungen teilhaben.

„Eltern müssen Ihre eigene Angst und Ungewissheit erkennen und in Zaum halten…um nicht aus den Augen zu verlieren, dass es real ist.“

Beratung stellt eine Art da um mit der Angst umzugehen und Herr der Lage zu werden. Sie können einen Berater oder Therapeuten aufsuchen, der sich auf Familien spezialisiert hat. Sie können sich an Ihre örtliche Kirche wenden oder in einem Krankenhaus nachfragen, wie man einen geeignete Einrichtung kontaktiert. Alle Anlaufstellen unterscheiden sich zwar, aber sie existieren alle aus dem gleichen Grund – Um zu helfen.

Ihr Teenager wird in speziellen Teenager Schwangerschafts-Einrichtungen wissenswerte Informationen und Unterstützung zu Themen wie Essen, Geld, Gesundheit und mehr finden. Oft gibt es dort auch die Möglichkeit einen Berater oder Therapeuten zu treffen und mit ihm/ihr zu sprechen, was Sie in Erwägung ziehen sollten. Die meisten Gemeinden und Städte haben so eine Einrichtung, es gilt nur sie zu finden.

Klären Sie Ihren Teenager über Sex auf

Es ist nie zu spät für eine Aufklärung. Es gibt keine niedergeschriebenen Statistiken, aber die Zahl an Teenager mit Kindern, vor ihren 20ern und ohne stabiles Umfeld, steigt stetig. Sei es, weil sie die Hoffnung auf Erfolg aufgegeben haben oder die Verhütung einfach vernachlässigen, eine Schwangerschaft trifft viele längst nicht mehr überraschend.

Nutzen Sie die neue Beziehung zu Ihrem Kind, die sich aus dieser Situation ergeben hat, zu Ihrem Vorteil. Reden Sie mit Ihrem Teenager über Sex, ob sie weiterhin Sex haben werden. Reden Sie mit ihnen über Verhütung, was falsch gelaufen ist und was sie jetzt tun sollten. Seien Sie offen und ehrlich und helfen Sie ihnen zu verstehen, dass ein Fehler nicht das gesamte Leben in einen Fehler verwandelt. Bleiben Sie weiterhin unterstützend und machen Sie ihnen klar, dass Sie immer zu Ihnen können, wenn sie Fragen über das Thema Sex haben, da jetzt das Problem offen sichtbar ist.

Es ist niederschmetternd. zu sehen, dass der eigene Teenager verantwortungslos genug ist um schwanger zu werden. Aber es ist auch, wenn nicht sogar mehr, niederschmetternd, eine Beziehung wegen Wut oder Enttäuschung, in wenigen Augenblicken oder Monaten zu zerstören.

„Wenn es hart auf hart kommt und die Familie einem keinen Beistand leistet, beginnt man sich wie ein Versager zu fühlen. Dann fängt man auch an, sich wie einer zu benehmen,“ sagt Fremor Williams, Vorstand vom Grimsby Life Center. „Das ist schrecklich, wenn man bald Vater bzw. Mutter wird.“

Wenn Sie offen und hilfsbereit sind, werden Ihre Kinder die richtige Entscheidung treffen und mit höherer Wahrscheinlichkeit in eine strahlende und hoffnungsvolle Zukunft blicken. Ohne Sie könnten sie verdammt dazu sein in die Statistiken für Depressionen, Armut, Missbrauch aufzutauchen und Kinder zu haben, denen die gleiche aussichtslose und düstere Zukunft droht. Seien Sie die besten Eltern die Sie sein können und halten Sie zu Ihrem Teenager – Egal was kommt.

Abtreibung: Denken Sie über eine Alternative nach

Eine junge Frau, Caroline hat sich im Alter von 17 Jahren für eine Abtreibung entschieden. Vor kurzen hat Sie mitgeteilt, dass sie jeden Tag an die Abtreibung denkt und ihre Entscheidung bereut. Sie hat nicht viel darüber nachgedacht, bis sie geheiratet hat, erneut schwanger wurde und ihr Kind zur Welt gebracht hat.

Die Erinnerungen daran kamen zurück, als sie ihre Tochter in den Armen hielt. Sie sagt sie ist verfolgt von der Abtreibung und würde sich wünschen das Kind zur Adoption frei zu gegeben zu haben. „So hätte ich dem Kind wenigstens eine Chance gegeben. Es war sehr egoistisch von mir, zu denken, es würde mich später nicht beeinflussen,“ sagt sie.

Mit einer Adoption statt einer Abtreibung wäre sie wenigstens beruhigt gewesen, da sie weiß, dass das Kind bei einer glücklichen Familie lebt, sicher und geborgen, die genau für ihn oder sie ausgesucht wurden. Obwohl sie damals nicht die Möglichkeit hatte für das Kind zu sorgen.

Ungefähre Abtreibungsstatistiken

Ein Baby wird alle 26 Sekunden abgetrieben

137 Babys werden jede Stunde abgetrieben

3304 Babys werden jeden Tag abgetrieben

23196 Babys werden jede Woche abgetrieben

100516 Babys werden jeden Monat abgetrieben

1205960 Babys werden jedes Jahr abgetrieben

  1. 50 Millionen Babys werden jedes Jahr weltweit abgetrieben

 

Notiz: Diese Zahlen sind nur geschätzt und sind auf die aufgezeichneten Zahlen der Abtreibungen bezogen. Die tatsächlichen Zahlen sind vermutlich noch höher, da einige Abtreibungen nicht aufgezeichnet werden. Die Tendenz geht in Richtung weniger Abtreibungen.

Weiterführende Quellen:

http://www.t-online.de/leben/familie/schwangerschaft/id_16940298/teenagerschwangerschaft-probleme-unterstuetzung-und-statistik.html

http://www.eltern.de/schulkind/jugendliche/schwangerschaft-minderjaehrig-1.html

http://www.focus.de/familie/erziehung/mit-babybauch-in-die-schule-teenager-schwangerschaften_id_2525868.html

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