Zahnlückenpubertät – wackelt der Zahn, wackelt die Seele

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Kind mit schmerzendem Zahn

Ist Ihr Nachwuchs gerade unausstehlich? Kurz vor Schulbeginn zeigt es Verhaltensmuster die Sie von ihm nicht gewohnt sind? Wutanfälle, zickige Antworten und Türen knallen gehörten mittlerweile zu Ihrem Alltag? Vielleicht sitzen Sie abends erschöpft und den Tränen nahe auf dem Sofa und fragen sich was Sie falsch gemacht haben – atmen Sie durch, es ist alles in Ordnung. Ihr Kind befindet sich vermutlich in der sogenannten Zahnlückenpubertät. Doch was ist das?

Zahnlückenpubertät – ach du Schreck was ist das?

Im Alter zwischen 5 und 7 Jahren, zumeist genau dann wenn die Milchzähne nach und nach ausfallen, verändern sich Kinder. Es ist ein großer Schritt vom kleinen Kindergartenkind hin zum Schulkind. Kinder erlernen in dieser Zeit nicht nur sehr eigenständig zu werden, sondern auch sich in andere Menschen hinein zu versetzen. Sie können nun Dinge besser nachvollziehen und verstehen besser, warum wir beispielsweise wollen, dass sie sich schneller anziehen, wenn wir in Eile sind. Doch emotionale und kognitive Entwicklungen gehen immer mit ungemütlichen Nebenerscheinungen einher. Zickig oder genervt sein gehört dazu. Denken Sie daran, dass diese Phase nicht nur für Sie sondern auch für Ihr Kind schwierig ist, denn es ist dabei sich zu verändern und groß zu werden.

Wie mit Wutausbrüchen umzugehen ist

Natürlich ist es nicht leicht tägliche Wutausbrüche hinzunehmen. Dennoch ist es gerade jetzt wichtig, dass Sie Ihrem Kind zeigen, dass Sie da sind und dass Sie es lieben auch wenn es wütend ist. Vor allem muss ein Kind lernen, dass Gefühle ok sind, dass man wütend und traurig sein darf. Kinder müssen jedoch erst noch lernen Gefühle zu lenken und mit ihnen umzugehen. Bieten Sie einen wütenden Kind Freiraum seine Wut entfalten zu können. Besonders eignen sich dafür sportliche Aktivitäten. Aber auch ein Kissen zum hinein boxen oder schreien kann hilfreich sein. Versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind herauszufinden was der Auslöser für seine Gefühle war. Dadurch lernen Kinder Verknüpfungen zwischen Ursache und Wirkung herzustellen.

Kraft sammeln für die Zahnlückenpubertät

Wie bei jedem einschneidenden Entwicklungsschritt der Kinder heißt es für die Eltern auch in der Zahnlückenpubertät – Ruhe bewahren. Emotionale Schwankungen sind in Phasen wie dieser so wichtig, wenn auch anstrengend und nervig. Ihr Kind kann aber genau deshalb zu Hause seine verwirrte Gefühlswelt ausleben, weil es sich Ihrer Liebe sicher ist und das ist ganz wichtig. Gönnen Sie sich am Abend etwas guten um Kraft zu tanken, lesen Sie in Ruhe ein Buch oder nehmen ein Bad, damit Sie am nächsten Tag wieder bereit sind all den Ärger, trotz und die Wut abzufangen und Ihrem Kind zu vermitteln, dass Sie da sind. Es wird nichts daran ändern, dass Ihr Kind nach wie vor schlecht gelaunt sein wird und Türen hinter sich zu schlägt. Doch auch diese Phase wird vorüber gehen. Nehmen Sie jede Phase an wie sie ist und lassen Sie sie genau das sein was sie ist, um Ihr Kind daran wachsen zu sehen. Machen Sie sich bewusst, dass Sie damit nicht alleine sind und dass jedes Kind diese Phase mehr oder weniger stark durchläuft.

Ihre Aufgabe als Eltern liegt darin Ihren Kindern in jeder Phase und jedem emotionalen Zustand aufzufangen und gleich zu behandeln. Ihnen zeigen, dass Sie sie lieben und wertschätzen, dass Sie ihre Veränderungen und Fortschritte wahrnehmen und anerkennen. Sie geben ihnen den nötigen Halt den sie brauchen um zu wachsen.

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